St. Nikolai zu Hamburg-Billwerder


Nikolaus – der Namenspatron

Namenspatron Nikolaus

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Nikolaus war Bischof in Myra (das heutige Dembre in der TĂĽrkei – ca. 100 km sĂĽdwestlich von Antalya). FĂĽr dieses Amt war er durch seine GĂĽte und Unabhängigkeit, aber auch durch sein bescheidenes Wesen und mitfĂĽhlendes Herz bestens vorbereitet. Am wichtigsten jedoch: Er war der geborene Kinderfreund. So half er unerkannt einem armen Vater, der um die Mitgift seiner heranwachsenden Töchter betete. Nikolaus warf an drei Abenden je einen Geldbeutel durch das Fenster, so dass jeder Tochter geholfen war.

Daher wurde er im Mittelalter der Schutzpatron der Kinder und SchĂĽler, die in Klosterschulen am 6. Dezember, seinem Todestag, einen „Kinderbischof“ wählten. Als Brauch bĂĽrgerte sich ein, dass die Erwachsenen die Kinder an diesem Tag beschenkten. Daraus entwickelte sich der Nikolaustag, an dem man einen Schuh vor die TĂĽr stellt – in der Hoffnung dass er ĂĽber Nacht gefĂĽllt wird. So verbindet Nikolaus die Eltern mit den Kindern, ist ein Mittler zwischen den Völkern des Ostens und des Westens, die ihn gleich hoch ehren. Viele Kirchen in aller Welt sind nach ihm genannt.

Der Heilige Nikolaus wurde darüber hinaus Schutzpatron der Seeleute, Kaufleute, Getreidehändler und schliesslich der Deutschen Hanse, dem Zusammenschluss der Hansestädte.

Nikolaus wurde ca. im Jahre 270 in Patras – Griechenland – geboren. Er starb am 6. Dezember 342 oder 347 in Myra, dem heutigen Dembre in der Türkei. Seine letzte Ruhestätte fand er in Bari – Italien. Die Gebeine werden dort in der extra hierfür erbauten Basilika von San Nicola aufgebahrt.

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